Neue Brandschutzvorschriften: Marschhalt und Überprüfung


09.01.26 - Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Marschhalt bei Liberalisierungsbestrebungen und Überprüfung der neuen Brandschutzvorschriften.



Anlässlich der Brandkatastrophe in Crans-Montana hat die Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG) gemeinsam mit dem Interkantonalen Organ für technische Handelshemmnisse (IOTH) einen Marschhalt und eine Überprüfung der neuen schweizerischen Brandschutzvorschriften angekündigt.  

Die beiden Organisationen legen beim Projekt BSV 2026 einen Marschhalt der Liberalisierungsbestrebungen ein und unterziehen den Entwurf der Schweizerischen Brandschutzvorschriften einer Überprüfung.  

Mit der Überarbeitung der Brandschutzvorschriften wurde 2018 begonnen, sie befindet sich aktuell in der technischen Vernehmlassung, die noch bis zum 11. Januar 2026 ordnungsgemäss fortgesetzt wird. Aufgrund der tragischen Ereignisse wird ein Marschhalt eingelegt und das Projekt überprüft. Die Erkenntnisse aus den laufenden Untersuchungen werden diskutiert und in die weiteren Arbeiten miteinbezogen. Ein neuer Terminplan für das Projekt BSV 2026 wird im Anschluss erstellt.  

Metaltec Suisse setzt auf fachlich begründete Vorschriften

Der Fachverband Metaltec Suisse befasst sich seit längerer Zeit mit der Vernehmlassung zur Brandschutzverordnung (BSV) 2026 und begrüsst den Marschhalt, um gesicherte Erkenntnisse aus der Brandkatastrophe in die Überarbeitung miteinzubeziehen. Die Brandkatastrophe hat auch uns erschüttert und tief betrübt. Wir möchten den Opfern und ihren Angehörigen an dieser Stelle unser aufrichtiges Beileid aussprechen.  

Metaltec Suisse analysiert die vorgesehenen Änderungen der BSV kontinuierlich – sowohl eigenständig als auch im Austausch mit anderen relevanten Organisationen und Firmen der Baubranche.  

Für Metaltec Suisse ist es zentral, dass der weitere Prozess zur Überarbeitung der Brandschutzvorschriften transparent und fachlich geführt bleibt. Die anstehenden Arbeiten sollten sich an bewährten sicherheitstechnischen Grundsätzen orientieren und auf sorgfältig geprüften Erkenntnissen beruhen. Dabei ist uns wichtig, dass Anpassungen weder durch kurzfristige Erwartungen noch durch einseitige Interessen verzerrt werden. Entscheidend ist, dass sicherheitsrelevante Beurteilungen weiterhin auf fundierter fachlicher Grundlage erfolgen und von dafür qualifizierten Stellen verantwortet werden. Aus Sicht von Metaltec Suisse müssen die Brandschutzanforderungen auch künftig im engen Austausch mit den zuständigen Behörden, Fachgremien und Sicherheitsorganisationen definiert werden. Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht stets die Sicherheit jedes Menschen.  

Weiterführende Informationen

Information BSV 2026 des VKF

Retour à la liste